2. Phase: 1381 (1. Phase 1353)

 

White ArkitekterAB, Malmö / Schweden

Verfasser:in: Niels de Bruin

Mitarbeiter:in: Fredrik Källström, Erik Kiltorp, Helena Persson Lannér, Martina Rehn, Anna Eklund

Studio Susanne Brorson

Verfasser:in: Susanne Brorson

Schauman & Nordgren Architects Aps Schauman & Nordgren Architects OY, Helsinki

Verfasser:in: Ted Alexander Schauman, Schauman & Nordgren Architects Aps/Oy

Mitarbeiter:in: Caterina Pini, Emanuele Biscaro

urbanista, Hamburg

Verfasser:in: Markus Ewald

Mitarbeiter:in: Sören Rothert

Gesamtansicht (Link)

Audiobeschreibung

 

Erläuterungstext Teilnehmende

DER WALD DER REPUBLIK

In die Stadt der Zukunft kehrt der Wald zurück; neue Typologien von Park, Strasse oder Platz bestimmen die urbanen Aussenräume von Berlin. Diese neuen Typologien haben eines gemeinsam – sie beenden die Dychotomie von Natur und Kultur. Der Wald wird zum Testfeld in einer Stadt, die sich mit den menschgemachten Auswirkungen des Klimawandel auseinandersetzen muss, und in der eine Koexistenz von Mensch und Natur eine Abgrenzung von letzterer ablöst.

Sukzession

Der Wald der Republik folgt einer Sukzessions – Idee. Ähnlich den ständigen dynamischen Veränderungen einer Metropole wie Berlin, die wächst, in der Gebäude errichtet, abgerissen oder umgenutzt werden, und einer hohen Fluktuation seiner Bewohner, so wird sich auch der Wald stetig erneuern und anpassen. Der Wald der Republik befindet sich im Zentrum dieser stetigen Metamorphose und wird so zur Bühne der Geschichte, die eine Projektionsfläche verschiedenster Ideale und Visionen sein kann.

Bevor die Stadt kam, war der Wald da – und hier beginnt unsere Geschichte. Wir knüpfen an den mäandernden und unkorrigierten Verlauf der Spree an, an die Auen, die Seen und die dichten Wälder dieser ursprünglichen Landschaft. Diese Landschaft soll nicht repliziert, sondern es soll Raum geschaffen werden, in die sich eine solche ortstypische, natürliche und klimagerechte Landschaft wieder hineinentwickeln kann. Der Wald der Republik bringt besondere, sich andauernd verändernde Qualitäten mit sich, und die hier natürlich erfolgende Sukzession ist ein Prozess, der für den Wald der Republik als ein besonderes Charaktermerkmal hervorgehoben werden soll. Die Fähigkeit zur Anpassung und Erneuerung ist wertvoll für eine Stadt, die sich mit klimatisch veränderten Bedingungen auseinandersetzen muss, wenn bald das Stadtklima Berlins dem von Madrid entsprechen wird.

Räumliche Struktur des Waldes

Der Wald der Republik wächst auf einem geometrischen Waldbodenteppich heran, der die verschiedenen historischen, stadträumlichen und landschaftsgestalterischen Ebenen des Ortes miteinander verwebt. Er verknüpft den nördlichen Teil des Platzes mit dem Fernsehturm und den neu belebten Sockelgebäuden, wächst über die ehemalige Spandauer Strasse hinweg, umrankt das Marx-Engels-Forum und umschliesst dabei spielerisch verschiedene Denkmale. Die Ausläufer und Ableger des Waldes umschlingen angrenzende Orte und Übergänge in andere Teile der Stadt; zum Ufer der Spree hin wird in das Grün vermehrt auch das Blau in das identitätsstiftende geometrische Webmuster mit aufgenommen.

Alle vor Ort vorhandenen geometrische Themen und Richtungen wurden in das Webmuster des Waldes aufgenommen; die diagonalen Linien rund um den Fernsehturm mit den charakteristischen Dreiecken der Landschaftsgestaltung, die Abdrücke der ehemaligen historischen Bebauung, der organische Verlauf der Fussgängerströme. Das neue Baumraster von 10mx10m wurde über diese Geometrie projiziert. Dieser geometrische Wohnzimmerteppich Berlins wird durch verschiedene, wasserdurchlässige Oberflächenqualitäten bestimmt und gestaltet und beeinflusst somit auf positive Weise das Stadtklima. Aber auch verschiedene Baumarten werden gestalterisch gezielt platziert; ihre Höhe und ihr Grün verdichten sich zu einem einzigartigen Erscheinungsbild, das saisonal sein Kleid wechselt.

Drei programmatische Ebenen – Erholung, Aktivität, Begegnung

Der Wald der Republik stellt die Stadt von morgen und die Anforderungen ihrer zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner in den Vordergrund. Eine wichtige Aufgabe des Waldes ist „Erholung“: Das Leben in Berlin wird wärmer, hektischer und die Sehnsucht nach natürlichen Oasen in unseren digitalisierten Leben wird größer. Der „Wald der Republik“ bietet Flächen, die als Rückzugsorte dienen können und durch Vegetation vor Sonne und Regen schützen, die aber auch raumgliedernd wirken. Offene Bodenbeläge unterstützen ein gutes Stadtklima und Retentionsflächen sorgen für eine Nutzbarkeit auch nach Extremwetterereignissen.

Der Wald der Republik bietet vielfältige Orte der „Aktivität“: Im Schatten der Baumwipfel sind verschiedene Sportarten möglich, wie z.B. Skateboarding, Rollerskating, Boxen, Tischtennis, Yoga, Boule oder eine Partie Schach. Auch die Kinder finden in den natürlich gestalteten Spielplätzen Raum zum Entdecken und ausreichend Bewegung. Die Aktivitäten schaffen nicht-kommerzielle Orte, die allen Berliner*innen offen stehen. An der neu gestalteten, organischen Uferkante setzt sich die Promenade an der Spree entlang teilweise über Brücken fort; ein Bootsanleger kann die Ausflugs- und Linienschifffahrt bedienen.

Die zufällige „Begegnung“ zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Generationen und sozialen Schichten kann dazu beitragen, dass eine hochindividualisierte Gesellschaft einen neuen Zusammenhalt erfährt. Der Wald der Republik möchte diese spontanen Begegnungen forcieren und bietet Räume für kulturelle Nutzungen in Form von Outdoorgalerien, Bühnen, Plätzen und Ausstellungsräumen, die sich zur flexiblen Aneignung durch die Menschen eignen. Der Prozess der Ausgestaltung wird bestimmt durch ihre zukünftigen Nutzer*innen, denn erst durch seine Bewohner wird der Wald am Spreeufer zum Wald der Republik.

Der Wald entwickelt sich zu seiner Mitte hin in eine lange, offene Lichtung, die sich auf organische Weise weitet und auch wieder verengt. Lauschige Wiesen und informelle grüne Ecken laden zum Verweilen ein. Die Lichtung entfaltet sich in Richtung der zentralen Achse vom Fernsehturm in Richtung Spreeufer in eine dynamische, urbane und öffentliche Zone, in der neben dem Flanieren auch Veranstaltungen wie Märkte stattfinden können. Der Wald verdichtet sich wieder zu seinen Rändern hin; über die Karl-Liebknecht-Strasse hinweg, in einem Übergang zur ehemaligen Markthalle und nach Mitte Richtung Rosa-Luxemburg-Strasse, bis direkt an das Rote Rathaus und das Nikolaiviertel heran, oder vor den Rathauspassagen in Richtung Alexanderplatz. Anwohner können das Grün direkt vor ihrer Tür zur Erholung nutzen; örtliche Schulklassen betreuen hier Waldprojekte, ein Waldkindergarten hat hier seinen Platz gefunden. Verschiedene Initiativen übernehmen Verantwortung für das, was hier wächst und gedeiht; die Anzucht der Baumsetzlinge und die Pflege des Waldes, des Waldgartens, und die Sorge um den Bestand der Nachtigallen.

Unter den schattigen Baumkronen wird das Rauschen der Stadt leiser und die Hitze der Stadt erträglich; hier befinden sich einige lose Cafés und Kioske, es wird Boule gespielt oder Rollschuh gelaufen. An den Bachläufen und in der südlichen, grünen Auenlandschaft laden die flachen Wasserflächen Kinder zum Planschen ein, und Menschen finden an ihren Rändern Abkühlung, wo die Zweige des Waldes bis in das Wasser reichen.

Rund um den Fernsehturm wird das Grün zu einem bunten und urbanen Wald mit verschiedenen Nutzungsangeboten. Neue Skateanlagen beleben die Umgebung vom Berliner Fernsehturm in Richtung der Rathauspassagen; auf bunten Spielflächen vergnügen sich Kinder und Jugendliche, während kleinere Restaurants, Bars und Cafés unter den grünen Baumkronen des Erlebniswaldes einladen. Die früher stark befahrene Karl-Liebknecht-Straße auf der anderen Seite des Waldes wird zu einem grünen Boulevard, wo Radfahrer auf neuen, sicheren Fahrradwegen unterwegs sind. Auf dem Vorplatz des Fernsehturms können Pendler ihre Räder vor dem Bahnhof Alexanderplatz unter Bäumen abstellen.

Die Lichtungen im mittleren und südlichen Teil des Waldes der Republik werden Orte, die flexibel genutzt werden können; für Projekte der Bürger der Stadt, für Yogaklassen, für sonntägliche Picknicks und Treffen mit Freunden. Frei bewegliche Stadtmöbel ermöglichen auch spontane Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte im Grünen. Aufgrund des Klimawandels können nun viele Aktivitäten draussen stattfinden, für die früher Gebäude notwendig waren. Ein zukunftsfähiges Modell einer alle Organismen berücksichtigenden Demokratie sind die Regeln des Waldes, in der alle Bewohner der Stadt sich frei entfalten können; Menschen, Bäume, Pflanzen, Tiere.

Erschliessung und Orientierung

Der Wald ist immer zugänglich; man betritt ihn über definierte Eingänge und wird auf ein Wegesystem geleitet, das an allen relevanten Orten vorbeiführt. Radwege führen ebenso durch den Park wie befestigte Hauptwege und informelle Abkürzungen. Im südlichen Teil windet sich ein hölzerner Pfad durch die Auenlandschaft, und Infotafeln erläutern Orte und Organismen. Leise Lichtungen mit Liegewiesen öffnen sich spontan; Sichtachsen verbinden die wichtigsten Punkte und helfen so, sich im Wald zurechtzufinden. Zwei neue Mobilitätshubs verbinden den Wald mit dem öffentlichen Verkehrsnetz der Stadt.

Pavillons im Wald

Pavillons, Spielplätze, Outdoor-Gyms, temporäre Strukturen und lose Stadtmöbel im Wald der Republik sind für den Mobilen Aufbau entworfen; um flexibel und anpassungsfähig zu sein für die wechselnden Anforderungen der Nutzer. Die Sukzession des gesamten Waldes und seiner verschiedenen Orte, von ‚Pflanze zu Pavillon‘ unterstützt die stetige Transformation und die Übernahme von Verantwortung seitens der örtlichen Bewohner. Sie entscheiden, was bleibt und was geht; was temporär ist und was permanent wird.

Die starke Formensprache und Aussage der vorhandenen Denkmäler und Bauwerke verlangen nach einer modularen und flexiblen Struktur, die sich örtlich an jede spezielle Bedingung anpassen kann, und trotzdem ein zusammenhängendes Ganzes entstehen lässt.

Der größte der vorgeschlagenen Pavillons, der ‚Pavillon der Demokratie‘, befindet sich seitlich des Platzes vor dem Roten Rathaus. Er wird zuerst für partizipative Prozesse genutzt werden; für Zusammenkünfte und Initiativen. Der Pavillon wird die Bürgerschaft unterstützen, um lokale Projekte zu verwirklichen und Aktivitäten stattfinden lassen zu können.

Alle Bestandteile des Waldes der Republik sind auch zum Abbau entworfen worden; um Materialien für neue Projekte wiederzuverwenden; um zu testen, ob manche Funktionen an anderer Stelle besser funktionieren und sie so umplatzieren zu können, oder um einfach temporär an anderen Stelle aktiv zu sein. Dieses Prinzip findet sich im gesamten Wald wieder: angewendet in den Mobility-Hubs, bei Fahrradständern, Kiosken, öffentlichen Toiletten, Outdoor – Gyms und Lager, Spielplätzen, Stadtmöbeln oder Pflanzcontainern. So kann gleichzeitig die örtliche Bevölkerung in die Maximierung des Potentials des Waldes eingebunden werden, in dem sie aktiv mitgestalten und mitformen kann.

Wald sofort

Bereits in Phase 1 der Neugestaltung wird mit der Sukzession des Waldes der Republik begonnen. Zwischen den derzeitigen Baumbestand wird mit Neupflanzungen nachverdichtet; die Bürgerinitiative ‚Baumschule der Republik‘ wird gestartet, über die Schüler und Anwohner Baumsetzlinge für den Wald heranziehen und so Verantwortung für ihren Wald übernehmen können. Um die Aufenthaltsqualität und das Stadtklima unmittelbar und sofort zu verbessern, werden auch einige grössere Bäume gesetzt, die den Wald schon einfassen und kleineren Bäumen Schutz bieten können. In Kübeln werden zu pflanzende ‚Nachrücker‘ vor Ort platziert und Teil der Gestaltungsidee. Versickerungssysteme für Starkregenereignisse werden vorgerichtet, Wege und Stadtmöbel platziert. Einige erste Pavillons für verschiedene Waldnutzungen werden aufgestellt.

Phase zwei

In der Phase 2 wird der südliche Teil mit dem Marx-Engels-Forum neugestaltet; verschiedene Terrassen und Höhensprünge sowie Überflutungsbecken angelegt. Das blaue Wasserband, das sich als regulierende Struktur durch den Wald zieht, wird umgesetzt. Die Spandauer Strasse wird weitesgehend beruhigt, so dass sich der Wald der Republik in eine räumliche Einheit entwickeln kann. Eine Verknüpfung des nördlichen und südlichen Teils wird über einen durchgehenden Belag eingeleitet. Auch die Übergänge im Bereich von Unter den Linden, über die Karl-Liebknecht-Strasse hinweg und Richtung Mitte an der ehemaligen Markthalle vorbei werden neugestaltet und begrünt. Die Sukzession des Waldes schreitet voran; neue Bäume werden nachgesetzt. Eine Bürgerinitiative und der Verein ‚Wald der Republik‘ betreuen diesen Vorgang; wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Berliner Universitäten und Hochschulen, die sich mit der Biodiversität des Stadtwaldes beschäftigen. Die Nachtigallen sind angekommen; die Hasen, Schmetterlinge und Bienen auch.

Besonders die anliegenden Bewohner des südlichen Teils des Waldes der Republik profitieren von seiner Aufforstung. Nun fällt auch das Gelände zum Ufer der Spree hin ab, dieser Bereich wird zu einem qualitätsvollen Aufenthaltsbereich mit den südlichen, hölzernen Sitzterrassen gegenüber dem Stadtschloss und die Spree wird besonders vom Marx-Engels-Forum her präsenter. Bei Regen füllt sich hier eine Wasserfläche um das Marx-Engels-Forum herum, die das Denkmal neu inszeniert.

Freie Stadtmöbel und Lichtinstallation

Die losen Stadtmöbel werden speziell für den Wald der Republik entworfen und so Bausteine des geometrischen Teppichs mit seinen vielfältigen gestalterischen Elementen. Neben einer funktionalen Beleuchtung der Wege durch den Wald illuminiert eine Lichtinstallation auch auf atmosphärische Weise verschiedene Teilbereiche und dient ebenso der Orientierung. Sie ähnelt einer Aneinanderreihung der kugelförmigen Leuchten des ehemaligen ‚Palast der Republik‘, die sich nun wie eine Perlenkette spielerisch durch den Wald zieht und an verschiedenen besonderen Orten vorbeiführt. Tagsüber reflektiert und spiegelt die Oberfläche dieser runden Leuchten die Umgebung, so dass der architektonische und historische Kontext thematisiert wird. Nachts führt ihre goldschimmernde Oberfläche die abendlichen Spaziergänger durch das Dickicht; mal scheint sie heller, mal diffus durch die Zweige hindurch und spannt ein leuchtendes Netz zwischen das Grün.

Im Jahr 2040

Nun ist der Wald der Republik zu einem dichten Grün herangewachsen; das schattige und kühlende Dach beherbergt zahlreiche programmierte und spontan nutzbare Lichtungen unter sich. Der grüne Teppich der Republik hat auch die umliegenden Quartiere mit in sich aufgenommen, und der Wald ist zu einem verbindenden Ort in der Mitte der Stadt geworden. Die Sukzession schreitet voran, neue Bäume und neue Nutzungen passen sich neuen klimatischen Bedingungen und neuen Anforderungen an, und schreiben so gleichzeitig die Geschichte Berlins weiter.

Mobilitätskonzept

Das neue Mobilitätskonzept rund um das Marx-Engels-Forum zeichnet sich durch eine deutliche Verkehrsberuhigung aus. Die Karl-Liebknecht-Straße entwickelt sich von einer stark befahrenen Bundesstraße hin zu einem attraktiven Straßenboulevard mit belebten Erdgeschosszonen auf der einen und Platzstrukturen auf der anderen Seite. In der ersten Phase wird die Straße im nördlichen Teil verschmälert. Dabei wird dem Kfz-, dem Bus- und dem Radverkehr jeweils eine separate Fahrspur zur Verfügung gestellt. Neue Querungsstellen sowie die versenkten Straßenbahnschienen schaffen mehr Sicherheit und Barrierefreiheit rund um das Forum. In den nächsten Entwicklungsschritten wird straßenbegleitendes Grün ergänzt und eine weitere Fahrspur je Richtung entfällt. Im Szenario 2040 verbleibt ein geschützter Fahrradstreifen sowie eine Fahrspur für den Kfz-Verkehr. Mittig entsteht eine ÖPNV-Achse, auf der der Busverkehr auf den Straßenbahnschienen geführt wird.

Auch die Spandauer Straße wird deutlich verkehrsberuhigt und attraktiver gestaltet. Die bislang vorhandene Barrierewirkung wird durch eine deutliche Verschmälerung gemildert. Im Szenario 2030 wird eine neue Straßenbahnlinie ergänzt, die straßenbegleitend geführt wird. Im finalen Szenario wird der Kfz-Verkehr vollständig aus der Spandauer Straße ausgeschlossen, so dass der Wald der Republik zusammenwachsen kann.

In der Rathausstraße wird der Kfz-Verkehr ab 2024 lediglich einspurig geführt. Die Straßenbreite verbleibt, jedoch wird der aktiven Mobilität mehr Platz eingeräumt. Vor dem Roten Rathaus entsteht eine Mischverkehrsfläche auf der allen Verkehrsteilnehmer*innen dieselben Rechte eingeräumt werden.

Ergänzt wird die neue Gestaltung der Verkehrsflächen durch zwei neue Mikro-Hubs, an denen die verschiedenen Mikromobilitätsangebote, wie Fahrräder, Tretroller und Mofas gebündelt werden. Die Einrichtung der Hubs sollte sowohl baulich als auch digital erfolgen. Mithilfe von Geo-Fencing können die Angebote räumlich verortet und das unkontrollierte Abstellen der Verkehrsmittel verhindert werden.